Glossar

Auf dieser Seite erhalten Sie zu mehreren Stichworten aus dem Parteileben die dazugehörige Definition.


 

Arbeitsgemeinschaften:

Sie sollen besondere Aufgaben in Partei und Öffentlichkeit wahrnehmen. Die größten Arbeitsgemeinschaften sind: Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF), Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA), Jungsozialisten (Jusos), Arbeitsgemeinschaft 60plus, Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristen (AsJ), Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen (AGS), Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB), Arbeitsgemeinschaft für Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG).

Arbeitskreise:

Vom Vorstand eingesetzte Arbeitskreise zu besonderen Themenschwerpunkten. Zum Beispiel das Netzwerk Selbst aktiv, AK Ausländerpolitik, AK Umwelt, AK Ortsvereinszeitungen etc..

BA:

siehe Bezirksausschuss

BeisitzerIn:

Mitglieder eines Vorstandes ohne festgelegten Aufgabenbereich; können aber auch mit bestimmten Aufgaben oder Zuständigkeiten betraut werden.

Betriebsgruppen:

Zusammenschluss von SPD-Mitgliedern im Betrieb oder in der Behörde / Verwaltung. Seit dem Bundesparteitag in Münster 1988 können Betriebsgruppen aus unterschiedlichen Firmen über Betriebsgruppenkonferenzen im Kreisverband stimmberechtigte Delegierte zum Bezirksparteitag stellen.

Bezirksausschuss:

Gremium besteht aus dem Bezirksvorstand und gewählten Delegierten aus den Unterbezirken und Arbeitsgemeinschaften/ Arbeitskreisen. Nur bedingt ein Beschlussgremium. Die Bildung dieses Gremiums ist nicht zwingend vorgeschrieben, sondern richtet sich nach den Bestimmungen der jeweiligen Bezirkssatzung - im Bezirk Braunschweig vorhanden; tagt mind. zweimal im Jahr.

Bezirksparteitag:

Oberstes Organ des Bezirks. Die Anzahl der zu wählenden Delegierten ist in einem Delegiertenschlüssel geregelt. Die Mitglieder des Bezirksvorstandes und die Revisoren haben neben den Delegierten ebenfalls Stimmrecht, allerdings gilt dies für Abstimmungen über Sachanträge und nicht bei allen Personalwahlen. Sog. Ordentliche Bezirksparteitage finden alle zwei Jahre statt. Dort werden die Gremien neu gewählt (Bezirksvorstand, Revisoren, Schiedskommission, Delegierte zum Bundesparteitag ..). Sog. Außerordentliche Bezirksparteitage sind weitere Parteitage, die in der Regel zu einem Schwerpunktthema einberufen werden.

BPT:

siehe Bezirksparteitag oder Bundesparteitag

Bundesparteitag:

Oberstes Organ der SPD. Besteht aus 400 Delegierten der Bezirke bzw. Landesverbände (Anzahl je nach Mitgliederstärke). Die Mitglieder des Parteivorstandes haben neben den Delegierten ebenfalls Stimmrecht. Tagt mindestens einmal in zwei Jahren. Er legt die Linie der Partei fest und wählt den Parteivorstand, die/den Bundesgeschäftsführer/in und den/die Generalsekretär/in.

Brüder , zur Sonne, zur Freiheit:

Traditionelles Lied der Arbeiterbewegung, das in der Partei nach wie vor gerne gesungen wird.

BV:

siehe Bezirksvorstand

Delegierte:

Gewählte VertreterInnen einer unteren Parteigliederung zu den Delegiertenkonferenzen der nächsthöheren Parteiebene. Die Anzahl der Delegiertensitze wird in einem „Delegiertenschlüssel“ festgelegt.

Du:

Diese Anrede soll kein Ausdruck plumper Vertraulichkeit oder Anbiederung sein. Sie hat innerhalb der SPD eine ebenso lange Geschichte wie die Partei selbst. Wenn wir uns duzen, so ist das ein Bestandteil unserer Tradition und Ausdruck der Solidarität aller Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten untereinander, ein Wert der auch und gerade in unserer Leistungsgesellschaft viel bedeutet und eine Grundlage unseres Handelns darstellt. Trotzdem bedeutet dieses „Du“ für uns keine zwingende Verpflichtung.

KassiererIn (SchatzmeisterIn):

Verantwortlich für die Finanzen. Diese Funktion gibt es sowohl auf Bezirks- als auch auf Unterbezirks- und Ortsvereinsebene.

Kontakt zum Ortsverein:

Der erste Kontaktaufnahme deines Ortsvereins mit dir sollte spätestens etwa vier Wochen nach deinem Eintritt in die SPD erfolgen. Der/ die Ortsvereinsvorsitzende oder ein Vorstandsmitglied übergibt dir (allermeistens persönlich) das Mitgliedsbuch, nachdem es der Ortsverein von dem Unterbezirksbüro erhalten hat und wird dich über die Veranstaltungen und über Möglichkeiten der Mitarbeit in deinem Ortsverein informieren. Solltest du auch nach mehr als einem Monat nichts von deinem Ortsverein gehört haben, wende dich bitte an die SPD im Unterbezirk oder Bezirk.

Mitgliederbeitrag:

Politik hat ihren Preis. Wer als Partei überzeugen will, kann dies nur durch fortschrittliches und durchdachtes Tun und Handeln gewährleisten. In unserer heutigen Mediengesellschaft ist es aber notwendiger denn je, den Menschen in und außerhalb der SPD zu sagen, wie die anstehenden Fragen und Probleme gelöst werden können. Die Mitgliedsbeiträge der Genossinnen und Genossen ist ein Garant dafür, dass die SPD auch weiterhin in der Lage ist, ihre Botschaft Millionen von Menschen mitzuteilen. Neben dieser notwendigen Öffentlichkeitsarbeit werden von den Mitgliedsbeiträgen die Gehälter der hauptamtlichen MitarbeiterInnen, die Mieten für die Parteibüros, die Kosten für Veranstaltungen und die Parteitage, für Wahlkämpfe, die Parteizeitung VORWÄRTS, Porto, Telefon etc. gezahlt. Auch die Seminare für neue Mitglieder werden aus diesen Geldern finanziert. Nicht bezahlt werden im übrigen die Mitglieder der Vorstände, denn das sind Ehrenämter. Was der/die Einzelne zahlt, richtet sich nach dem monatlichen Nettoeinkommen. Dabei verlassen wir uns auf die Beitragsehrlichkeit der Genossinnen und Genossen. Ortsvereine, Unterbezirk, Bezirk und die Bundespartei teilen sich diesen „Kuchen“. Seit 2003 erfolgt eine jährliche prozentuale Anpassung des Mitgliedsbeitrages.

Ortsverein:

Unterste Gliederung und „Keimzelle“ der SPD. Im Ortsverein beginnt - vor Ort – der Willens- und Meinungsbildung innerhalb der SPD. Er ist die für unsere Partei wichtigste Gliederung. In den rund 150 Ortsvereinen im SPD - Bezirk Braunschweig werden die Kandidaten für die Ortsratswahlen gewählt. Ortsvereinsarbeit kennt keine Grenzen. Sowohl ganz konkrete Fragen der Kommunalpolitik als auch die aktuelle Landes- und Bundespolitik stehen auf der Tagesordnung.

Ortsvereinsvorstand:

Von der Mitgliederversammlung des Ortsvereins für meist zwei Jahre gewählt. Der Ortsvereinsvorstand besteht aus der/dem Vorsitzenden, der/dem stellv. Vorsitzenden, KassiererIn und einer von der Ortsvereinsversammlung festzusetzen Zahl von BeisitzerInnen. Auf Beschluss können auch zwei stellv. Vorsitzende gewählt werden.

OV:

siehe Ortsverein

Parteirat:

Höchstes Beschlussgremium der SPD zwischen den Bundesparteitagen. Besteht aus 90 Vertretern aus Bezirken und Landesverbänden (Anzahl je nach Mitgliederstärke).

Parteivorstand:

Vom Bundesparteitag für zwei Jahre gewählt (Vorsitzende/r, 5 Stellvertreter/innen, Schatzmeister/in, Generalsekretär/in und einer vom Parteitag festzusetzenden Zahl weiterer Mitglieder). Wählt aus seiner Mitte heraus den geschäftsführenden Parteivorstand („Präsidium“).

PV:

siehe Parteivorstand

Quotenregelung:

Seit dem Parteitag 1988 in Münster gilt für alle Wahlen in der Partei und zu Bundestags-, Landtags-, und Kommunalwahlen eine Quotenregelung, die eine Mindestabsicherung von Männern und Frauen vorsieht. Diese Regelung besagt – soweit Funktionen der Partei betroffen sind – dass ab 1994 Männer und Frauen mindestens zu 40% vertreten sein müssen. Bis dahin galt die Regelung, dass beide Geschlechter mindestens zu einem Drittel vertreten sein müssen.

Revision:

Die von den jeweiligen Gliederungen auf dem Bezirksparteitag zu wählenden Revisoren und Revisorinnen prüfen regelmäßig, ob die Buchungen mit den Belegen übereinstimmen, die Ausgaben angemessen sind, den Beschlüssen entsprechen und die Beitragsleistungen satzungsgemäß sind.

Schiedskommission:

Vom Bezirksparteitag bzw. von der Unterbezirksdelegiertenkonferenz gewähltes Schlichtungsgremium (quasi „Gerichtsbarkeit“ in der Partei). Aufgaben: Parteiordnungsverfahren (etwa Ausschluss oder Funktionsverbot), Lösung von Satzungsstreitigkeiten und Verfahren bei Anfechtung von Wahlen.

Spenden:

Anders als etwa die CDU, deren Einnahmen durch beträchtliche Großspenden aus der Wirtschaft verbessert werden, ist die SPD auf ihre Mitglieder angewiesen. Spenden können bis zu einem bestimmten Jahresbeitrag von der Steuer abgesetzt werden.

UB:

siehe Unterbezirk

UBA:

siehe Unterbezirksausschuss

UBV:

siehe Unterbezirksvorstand

Unterbezirk:

Zusammenfassung der Ortsvereine in einer Region (im Bezirk BS: Landkreise bzw. kreisfreie Stadt), um so ihre Interessen und Wünsche besser aufeinander abstimmen zu können. Im SPD-Bezirk Braunschweig gibt es 9 Unterbezirke: Stadt Braunschweig, Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Osterode, Peine, Stadt Salzgitter, Wolfenbüttel und Stadt Wolfsburg. Jeder Unterbezirk kann sich eine eigene Satzung geben, die sich jedoch an den Richtlinien des Bezirks und der Bundespartei zu orientieren hat.

Unterbezirksausschuss:

Gremium besteht aus dem Unterbezirksvorstand und gewählten Delegierten aus den Ortsvereinen und Arbeitsgemeinschaften/ Arbeitskreisen. Nur bedingt ein Beschlussgremium. Die Bildung dieses Gremiums ist nicht zwingend vorgeschrieben, sondern richtet sich nach den Bestimmungen der jeweiligen Unterbezirkssatzung.

Unterbezirkskonferenz:

Oberstes Organ des Unterbezirkes. Besteht aus Delegierten der Ortsvereine. Die Anzahl der zu wählenden Delegierten richtet sich nach der Mitgliederstärke der Ortsvereine. Die UBV findet zumeist alle zwei Jahre statt, auf der die Gremien neu gewählt werden.

Unterbezirksvorstand:

Von den Unterbezirksparteitagen für zwei Jahre gewählt.

VORWÄRTS:

Der VORWÄRTS ist die sozialdemokratische Mitgliederzeitung. Jedes Mitglied erhält ihn monatlich kostenlos aus Berlin zugestellt. Der VORWÄRTS erscheint seit 1876.

Definitonen entstammen größtenteils von dieser Seite: