Bericht vom 10. Frühlingstreffen 2014 in Sorrent/ Italien

2014-4-15
 

Das war ein Jubel, als wir im vorigen Jahr in Lissabon
erfuhren, dass aus Anlass des 10. Frühlingstreffens der
SPD das Treffen in Sorrent mit Ausflügen nach Pompeji,
Capri, die Amalfiküste und natürlich Neapel stattfinden
würde. Die Anmeldezahlen haben diese Freude schließlich
bestätigt.knapp 600 Genossinnen und Genossen aus
ganz Deutschland haben an diesem Frühlingstreffen
teilgenommen.

 
2014-4-21

 

2014-4-6
 

Das Hotel „Grand Vesuvio“ mit Blick über den Golf von Neapel und auf den Vesuv hat bei uns einen hervorragenden Eindruck hinterlassen.
Dieter Lasse und Björn kufahl haben mit der Organisation dieser Reise eine Meisterleistung vollbracht. Selbst die Tischordnung haben sie nach den Busnummern organisiert. Hochachtung kann man da nur sagen! Ein Spaziergang durch Sorrent zeigte uns die Schönheit der 16.600 Einwohner zählenden Stadt, die über steilen klippen auf einer Tuffsteinterrasse liegt. Auf der Piazza Torquato Tasso, benannt nach dem gleichnamigen Dichter des 16. Jahrhunderts, pulsiert das Leben. In der nähe befindet sich das Franziskanerklostermit einem sehenswerten kreuzgang. Sorrent hat auch Berühmtheit erlangt durch den Anbau von großen zitronen.Aus ihnen wird der berühmte Limoncello hergestellt, den man nur eisgekühlt genießen sollte. Ein absoluter Höhepunkt war der Besuch der 79 n. Chr. durch den Ausbruch des Vesuvs untergegangenen Stadt Pompeji. Ein halber Tag reicht natürlich nicht, um alle Schönheiten Pompejis zu besichtigen. Dennoch konnte uns die Reiseführerin Rita die Reste vieler Bauten und Anlagen zeigen. In einer größeren Anzahl von Gebäuden ist noch die Originalbemalung zu sehen. im Odeon, dem kleinen Amphitheater, überrascht die wunderbare Akustik.Die Straßen waren schon zu damaliger zeit, und Pompejis Anfänge reichen ja bis ins 6. Jhdt. vor Christus zurück, richtig gepflastert und sogar mit Fußgängerüberwegen versehen, damit niemand bei Regen im Wasser warten musste. In römischer zeit war Pompeji eine Stadt mit Villen reicher römischer Kaufleute. Davon zeugen noch heute viele wunderbare Häuser. Die sind mit Thermen ausgestattet und auch mit Fußbodenheizung. Imponierend anzusehen mit dem Vesuv im Hintergrund ist das Forum, das ehemals politische, religiöse und wirtschaftliche zentrum der Stadt. Die Reste des Apollontempels und der Basilika beeindrucken genauso wie die Säulen einer Markthalle. Viele der archäologischen Antiquitäten (Statuen, Vasen, Fresken), die in Pompeji gefunden wurden, sind im Archäologischen nationalmuseum in Neapel untergebracht.

 
2014-3-56

Ein weiterer Höhepunkt war der Aufstieg zum Gipfel des Vesuvs. Den Weg nach oben haben sich nicht alle zugetraut und sind lieber auf dem Parkplatz in der kleinen Cafeteria bei einem Cappuccino geblieben. Von dort konnten wir aber den zweiten Vesuvgipfel sehen mit den gewaltigen Lavamassen. Der Vesuv ist der am besten erforschte Vulkan der Erde. Ein Highlight reiht sich ans andere: Capri von See aus. Wir haben viele Grotten mit blauem Wasser gesehen, nicht nur die berühmte „Grotta Azzurra“, dazu beeindruckende Felsformationen, aber auch den Ort auf dem Berge selber. Eine weitere Fahrt mit dem Schiff zeigte uns die Amalfiküste von der Seeseite aus. Hier haben sich die Reichen und Schönen ihre Villen bauen lassen. Der „Politische Frühschoppen“, ein Muss bei jedem Frühlingstreffen, wurde durch Ausführungen von Wolfgang Thierse bereichert, der von seiner zeit in der ehemaligen DDR und der zeit des umbruchs berichtete. Aus seinem Munde sprach der sprichwörtliche „kleine Mann“. Das hat jedem gefallen und er bekam sehr viel Beifall. Der vorletzte Tag war für die Besichtigung Neapels vorgesehen. Jedoch regnete es in Strömen. Doch wozu gibt es Museen? Im Archäologischen Nationalmuseum sind viele Fundstücke aus dem antiken Pompeji ausgestellt und konnten bestaunt werden. Mit einem grandiosen Feuerwerk beim Abschiedsfest nahm das „Frühlingsfest 2014“ sein Ende. Die Mitreisenden wurden mit den Worten verabschiedet: nächstes Jahr sehen wir uns auf Kreta wieder.

 

Text: Karl-Heinz Mühe / Fotos:
Zusammenstellung im Internet: Bana Ahmed (Schülerpraktikantin im November 2015)